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Beschreibung

Künstliche Intelligenz wird zunehmend auch in der öffentlichen Verwaltung eingesetzt. Damit steigen die Anforderungen an einen rechtssicheren und transparenten Umgang mit KI-Anwendungen. Der EU AI Act schafft hierfür einen verbindlichen regulatorischen Rahmen. Insbesondere Artikel 50 enthält konkrete Transparenzpflichten für Anbieter und Betreiber bestimmter KI-Systeme und führt damit zu neuen rechtlichen, technischen und organisatorischen Anforderungen für Behörden.

Das Seminar vermittelt einen praxisnahen Überblick über die für öffentliche Verwaltungen relevanten Anforderungen des EU AI Acts. Im Mittelpunkt stehen die Transparenzpflichten nach Artikel 50, die Unterscheidung zwischen Anbieter- und Betreiberrolle sowie zentrale Ausnahmeregelungen. Darüber hinaus werden Schnittstellen zu Datenschutz, Personalratsbeteiligung, Dienstanweisungen und IT-Beschaffung berücksichtigt.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der praktischen Umsetzung im Behördenalltag. Die Teilnehmenden lernen Formulierungshilfen und Muster-Hinweistexte kennen und erhalten eine Prüfmatrix, mit der KI-Anwendungen und Freigabeprozesse strukturiert auf die Anforderungen des Artikels 50 überprüft werden können. Ziel ist es, rechtliche Risiken frühzeitig zu erkennen und Transparenzanforderungen praktikabel in bestehende Verwaltungsprozesse zu integrieren.

Zielsetzung

Die Teilnehmenden kennen die relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen des EU AI Acts und können Risiken beim Einsatz von KI in ihrer Organisation einordnen. Sie verstehen die Transparenzpflichten nach Artikel 50 sowie zentrale Ausnahmetatbestände und können praktische Hilfsmittel wie Muster-Hinweistexte und eine Artikel-50-Prüfmatrix für die eigene Verwaltungspraxis nutzen.

Seminarablauf

Themenüberblick

  • EU AI Act in der öffentlichen Verwaltung
    • Risikoklassen und Relevanz für Behörden
    • Rollen von Anbietern und Betreibern
    • Rechtssicherheit und Haftungsvermeidung
  • Transparenzpflichten nach Artikel 50
    • Anforderungen an die transparente KI-Nutzung
    • Ausnahmetatbestände und menschliche Überprüfungsverantwortung
    • Bedeutung für den Behördenalltag
  • Schnittstellen zu bestehenden Anforderungen
    • Datenschutz und DSGVO
    • Beteiligung des Personalrats
    • Dienstanweisungen und interne Regelungen
  • Beschaffung und technische Umsetzung
    • Anforderungen an Wasserzeichen und technische Kennzeichnung
    • EVB-IT und Beschaffung
    • Barrierefreiheit
  • Umsetzungswerkzeuge für die Verwaltungspraxis
    • Muster-Hinweistexte und Formulierungshilfen
    • Artikel-50-Prüfmatrix für Freigabeprozesse
    • Integration in bestehende Verwaltungsabläufe

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Führungskräfte und operative Fachanwenderinnen und Fachanwender in Behörden sowie an IT- und Digitalisierungsverantwortliche, die KI-Systeme einsetzen, deren Nutzung begleiten oder entsprechende organisatorische und technische Rahmenbedingungen gestalten.

Technische Voraussetzungen

Für die Teilnahme an unseren Webinaren benötigen Sie einen stabilen Internetzugang sowie einen aktuellen Browser.

Termin & Ort
23.10.2026
Online-Schulung
Microsoft Teams
Virtueller Seminarraum - Teilnahme bequem von überall
Seminarzeiten
09:00
Uhr
12:00
Uhr
Verfügbarkeit
Ausreichend freie Plätze verfügbar
Ihr Referent
Referent Dr. Jan-David Blaese
Dr. Jan-David Blaese
Dr. rer. pol. Jan-David Blaese, leitet das Projekt zur KI-Strategieentwicklung in der bundeseigenen BWI GmbH und ist zugleich als Dozent für öffentliche Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl tätig. Darüber hinaus setzt er in einer KI-Beratung Schulungs- und Beratungsaufträge rund um die KI-Integration in Organisationen um. Bis 2024 war er als Head of Transformation maßgeblich an der Entwicklung und Umsetzung der ersten Unternehmensstrategie der BWI beteiligt. Vor seiner Tätigkeit bei der BWI arbeitete er im Strategiebereich einer landeseigenen Förderbank sowie in einer Unternehmensberatung. Herr Dr. Blaese promovierte in Staatswissenschaften an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
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