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Beschreibung

Die Klimakrise ist eine der leichtesten Herausforderungen der Menschheit - eigentlich. Denn die naturwissenschaftlichen Hintergründe sind seit Jahrzehnten bestens erforscht und verstanden. Die zu ihrer Lösung nötigen Maßnahmen bekannt und die dazu nötigen Technologien vorhanden. Dennoch befinden wir uns in einer äußerst ernsten Lage, weil es uns bis heute nicht gelingt, die nötigen Maßnahmen konsequent umzusetzen.

Trotz klarer wissenschaftlicher Erkenntnisse zur menschengemachten Erderwärmung bestehen weiterhin Zweifel und Unsicherheiten in Teilen der Bevölkerung und Politik. Themen wie Photovoltaik, Windkraft, Elektromobilität oder Wärmepumpen sind häufig Gegenstand von Desinformation, die bewusst gestreut oder unkritisch weiterverbreitet wird. Wiederholte Konfrontation mit solchen Inhalten kann dazu führen, dass falsche Aussagen als legitime Meinungen wahrgenommen werden.

Desinformation stellt deshalb zunehmend eine ernsthafte Bedrohung für demokratische Gesellschaften dar. Sie wird gezielt eingesetzt, um Meinungen zu beeinflussen, Vertrauen in staatliche und wissenschaftliche Institutionen zu untergraben und gesellschaftliche Debatten zu verzerren. Insbesondere im Kontext von Klimawandel und Energiewende verbreiten sich Falschinformationen schnell und erreichen über soziale Medien eine große Öffentlichkeit.

Wir beleuchten die Mechanismen von Desinformation und Klimawandelleugnung, entlarven die Profiteure und lernen Gegenargumente kennen. Insbesondere diskutieren wir die Rolle staatlicher Institutionen und ihrer Beschäftigten sowie ihre Möglichkeiten im Rahmen der politischen Neutralität gegenzusteuern. 

Hinweis:
Die Teilnahme am Workshop „Klimakrise – Ursachen, Folgen und Lösungen“ am 30.09.2026 wird empfohlen, ist jedoch keine Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Seminar.

Zielsetzung

Die Teilnehmenden entwickeln ein Verständnis für die Entstehung und Wirkungsweise von Desinformation sowie für die Besonderheiten der Klimawandelleugnung. Sie werden in die Lage versetzt, typische Argumentationsmuster zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Zudem erwerben sie Kenntnisse über die Rolle und Verantwortung von Behörden im Umgang mit Desinformation und setzen sich mit den rechtlichen Grenzen der politischen Neutralität auseinander. Ziel ist es, Handlungssicherheit im Umgang mit entsprechenden Herausforderungen im beruflichen Kontext zu gewinnen.

Seminarablauf

Themenüberblick

Grundlagen von Desinformation und Klimawandelleugnung

  • Begriffsdefinition und Einordnung
  • Formen und Verbreitungswege

Argumentationsmuster und Kommunikation

  • Umgang mit Skepsis und Gegenargumenten
  • Grundlagen der Klimakommunikation und psychologische Aspekte

Rolle von Behörden und Kommunen

  • Aufgaben und Verantwortung im Umgang mit Desinformation
  • Möglichkeiten der öffentlichen Kommunikation

Rechtlicher Rahmen

  • politische Neutralität
  • Handlungsspielräume und Grenzen

Zielgruppe

Für Behörden- und Verwaltungsmitarbeitende, Mitglieder politischer Gremien und alle sonstigen Interessierten.

Technische Voraussetzungen

Für die Teilnahme an unseren Webinaren benötigen Sie einen stabilen Internetzugang sowie einen aktuellen Browser.

Termin & Ort
14.10.2026
Online-Schulung
Microsoft Teams
Virtueller Seminarraum - Teilnahme bequem von überall
Seminarzeiten
09:00
Uhr
12:00
Uhr
Verfügbarkeit
Ausreichend freie Plätze verfügbar
Ihr Referent
Referent Jens Weid
Jens Weid
Jens Weid ist Dipl.-Verwaltunswirt (FH) mit Zusatzausbildung zum kommunalen Energie- und Klimaschutzmanager sowie zertifizierter Nachhaltigkeitsbotschafter des Landes Rheinland-Pfalz. Seit 2022 arbeitet er im kommunalen Klimaschutz und seit 2025 auch in der Klimafolgenanpassung. Darüber hinaus referiert er seit Jahren regelmäßig zu diesen Themen für verschiedene Institutionen wie die Kommunalakademie RLP, das Land RLP, den Bundesverband Klimaschutz oder verschiedene Volkshochschulen. In seinen Vorträgen und Seminaren verbindet er wissenschaftliche Hintergründe mit praxisnahen Lösungsansätzen und zeigt konkrete Handlungsmöglichkeiten für Kommunen, Organisationen und Bürgerinnen und Bürger auf. Teilnehmende profitieren insbesondere von seinem praxisorientierten Ansatz, seiner fundierten Fachkenntnis im kommunalen Klimaschutz sowie seiner Fähigkeit, komplexe Themen verständlich und anwendungsnah zu vermitteln.
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